Das herrschende Schulsystem beinhaltet zahlreiche Zwänge, die allen
Beteiligten so selbstverständlich erscheinen, dass sie überhaupt nicht
in Frag gestellt werden - alleine dies ist schon ein Missstand.

1. Der SCHULZWANG
Jeder junge Mensch muss die Schule mindestens 9 Jahre besuchen. Er hat
täglich die ganze Unterrichtszeit anwesend zu sein.

2. Die ZWANGSBELEHRUNG
Die SchülerInnen können sich der Belehrung durch den Lehrer nicht
entziehen

3. Die ZWANGSINDOKTRINATION
Die vorgegebenen Lernziele und Lerninhalte sind weniger durch
pädagogische als durch staatliche und Gruppeninteressen vorbestimmt. Die
dienen der Anpassung an die herrschende Weltanschauung ("Ideologie") und
die dahinter stehende Gruppeninteressen.

4. Der LERNZWANG
Die SchülerInnen sind gezwungen, diese Weltsichten und Konzepte nicht
einfach kennenzulernen, sondern sie müssen sie sich durch Lernen
aneignen und so verinnerlichen.

5. Der ARBEITSZWANG
Selbstbestimmung beim Lernen ist durch die Schule fast völlig
ausgeschlossen. Die Arbeit wird vielmehr durch die Macht des Lehrers und
die einschlägigen Vorschriften bestimmt.

6. Die ZWANGSPRÜFUNG
Zwangsindoktrination und Zwangslernen werden durch die Zwangsprüfungen
kontrolliert. Wenn jemand eine Prüfung verweigert, erhält er ja nicht -
was naheliegen würde - KEINE Note, sondern vielmehr eine Bestrafung
durch ein disqualifizierendes "ungenügend".

7. Die ZWANGSRUHIGSTELLUNG
Die Ruhigstellung des Schülers ist Vorbedingung dafür, dass die
genannten Zwangsmassnahmen greifen und ihre Wirkung sich optimal
entfalten können.

Sebastian Braig, Schüler Berlin