Ich denke, in den meisten österreichischen Schulen, egal welche Schulart, gibt es bestimmte Machtstrukturen. Diese haben sich aus den Gesetzen und der Tradition eingebürgert und sind für die meisten „normal“. Doch wenn man den Stellenwert zwischen Schülern und Lehrern vergleicht, stellt man fest, daß die Schüler auf einer niedrigen Stufe stehen und die Lehrer auf sie herabsehen. Dies führt zu den berühmten Konflikten zwischen Schülern und Lehrern. Es ist sehr eigenartig, daß Schüler verschiedenen Alters den gleichen Stellenwert haben und gleich behandelt werden. Wenn man in der Pflichtschule ist, muss man still sein und nach den Spielregeln spielen und auch wenn man freiwillig in höhrere Schulen geht, passiert das gleiche. Manchmal frage ich mich, ob die Schüler von den Lehrern überhaupt als Personen oder Menschen angesehen werden.

Mojca Krajnc, 13. Schulstufe, 18 Jahre