Na klar, Schulnoten sind absolut notwendig!
Wie sonst könnte die notwendige Auslese und die Untertanen von morgen fabriziert werden? Wie sollte sonst entschieden werden, wer die Hauptschule besucht und danach die Drecksarbeit für einen Hungerlohn macht? Wie sollte anders als durch Noten Konkurrenz- und Leistungsdenken, Gehorsam und Anpassung verinnerlicht werden?
Ja – Benotung ist für diese Gesellschaft elementare Praxis.
Schließlich lernen wir fürs spätere Leben. Ein Leben voller Zwänge und Ungerechtigkeiten. Ob Menschen nun etwas lernen (wollen) oder nicht, ist für mich überhaupt nicht entscheidend. Es geht mir vielmehr um das Recht auf Bildung, d.h. wenn jemand lernen möchte, muß er/sie dazu die Möglichkeit haben. Wie, wo, wann, mit wem und unter was für Umständen ist einzig und allein Angelegenheit der Betroffenen. Ob dazu noch LehrerInnen im herkömmlichen Sinne notwendig sind, ist fraglich. Noten sind es mit Sicherheit nicht. Heutige SchülerInnen würden auch das Telefonbuch für eine gute Note auswendig lernen. Es geht in keinster Weise mehr um den Lerngegenstand sondern nur noch um die Note, die durch stupides Auswendiglernen erreicht wird.

Von Andreas Hechler, Deutschland