Zu meiner Person (Martin Krenn):

Ich versuche im Sinne eines erweiterten Kunstbegriffs, außer-künstlerische gesellschaftlich relevante Themen im Kunstkontext und im öffentlichen Raum zur Diskussion zu stellen.
In dem Projekt „MACHT UND GEHORSAM – Schule unterrichtet“ soll Kunst mittels eines Diskussionsforums (SchülerInnenforum) und Plakaten als Träger politischer und gesellschaftlicher Diskussion fungieren, die Diskussion wird dann wieder mittels einer Ausstellung in den Kunstkontext zurückgeführt werden.
Obwohl die Schule gesamtgesellschaftlich wirkt, ist die Gruppe, die am direktesten und stärksten davon betroffen ist, sicherlich die der SchülerInnen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, den Positionen der SchülerInnen Ausdruck zu verleihen und mit ihnen zusammenzuarbeiten.
Dieses Projekt wendet sich nicht gegen LehrerInnen oder gegen Bildungserwerb. Vielmehr sollen hier die Strukturen, wie Bildung vermittelt wird, untersucht und kritisch hinterfragt werden.

Gruppe NEUE SCHULE-Wien:

Bei zahlreichen Schulbesuchen, wo ich das Projekt vorgestellt habe, wurden Kontakte zu SchülerInnen geschlossen, die bei der Gestaltung der Ausstellung und der Plakate mitwirken wollten.
Nach mehreren Arbeitstreffen kristallisierte sich eine Kerngruppe, bestehend aus Alternativ- und RegelschülerInnen, mit dem Namen NEUE SCHULE.
Gemeinsam wurde die Auswahl der SchülerInnenstatements für die Plakate getroffen, das Layout überarbeitet und das Konzept für die Ausstellung diskutiert.
Zahlreiche Diskussionen über Veränderungen des Schulsystems ergänzten die strategischen und konzeptionellen Überlegungen.

K.R.Ä.T.Z.Ä.-Berlin
Kinderrechtsprojekt im Prenzlauer Berg

http://privat.schlund.de/k/kraetzae

Selbstdarstellung

Wir KinderRÄchTsZÄnker (kurz: K.R.Ä.T.Z.Ä.) sind eine Gruppe von etwa 25 Menschen zwischen 12 und 18 Jahren. Wir setzen uns für die Gleichberechtigung von Kindern und Erwachsenen ein. Seit unserer Gründung im Herbst 1992 haben wir durch verschiedene Aktionen versucht, auf die mangelhafte Rechtsstellung von Menschen unter 18 aufmerksam zu machen. 1993 erarbeiteten wir einen Entwurf für eine Kinderrechtsfibel („KinderRÄCHTzwiebel“),
in der Ungerechtigkeiten gegenüber Kindern aufgelistet und zur Diskussion gestellt wurden. Im Sommer 1994 brachten wir das Plakat „Was wir an der Schule falsch finden“ heraus. Auf diesem Plakat haben wir unsere grundsätzliche Schulkritik in 14 Punkten zusammengefaßt. Durch die Zusammenarbeit mit dem GRIPS-Theater am Stück „Die Moskitos sind da!“ setzten wir uns mit dem „Wahlrecht für Kinder“ auseinander. Wir kamen zu der Überzeugung, daß das Wahlrecht ohne Altersgrenze die einzige demokratische Lösung ist. Im August 1995 reichten dann zwei KinderRÄchTsZÄnker (13 und 16 Jahre alt) eine Verfassungsbeschwerde wegen Vorenthaltung des Wahlrechts beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ein. Die Beschwerde wurde aber aus formalen Gründen nicht zur Verhandlung zugelassen. Im Sommer 1996 fuhren 20 K.R.Ä.T.Z.Ä.-Leute nach Nicaragua, um sich mit der Bewegung der arbeiten Kinder zu treffen und sich mit dem Thema Kinderarbeit auseinanderzusetzen. Eine weitere spektakuläre Aktion war die Verweigerung des Chemie-Unterrichts des K.R.Ä.T.Z.Ä.-Mitglieds Benjamin Kiesewetter. Wir sind dafür, die Schulpflicht durch ein Recht auf Bildung zu ersetzen. Vor allem in den letzten zwei Jahren erschienen hunderte Zeitungsartikel, dutzende Radio- und über 20 Fernsehbeiträge sowie ein 45minütiger Dokumentarfilm über K.R.Ä.T.Z.Ä. Außerdem werden wir jedes Jahr zu einer Vielzahl Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet eingeladen. Wir treffen uns mindestens zweimal wöchentlich in unserem eigenen Laden in der Dunckerstr. 11 in Berlin Prenzlauer Berg.

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